Frankfurt – Größtes Mirko-Wohn-Objekt Deutschlands

Frankfurt 2019. Die Commerz Real Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) hat von der privaten Wirtschaftsuniversität Frankfurt School of Finance & Management ein bestehendes Studentenwohnheim mit 244 Einheiten erworben und wird diese zum 2. Januar 2020 übernehmen. Geplant ist jedoch, dieses Anfang 2021 abzureißen und auf dem rund 12.300 Quadratmeter großen Grundstück in der Adickesallee 36–38 im Stadtteil Nordend-West bis 2023 eine 39.000 Quadratmeter große Wohnanlage mit 1.133 Studierenden- und möblierten ServicedApartments zu errichten. NachAngaben der Commerz Real handelt es sich dabei um das derzeit größte Bauvorhaben dieser Art in Deutschland. Hierzu ist das Unternehmen der Commerzbank Gruppe ein Joint Venture mit dem auf Smart Living spezialisierten Projektentwickler und Verwalter i Live eingegangen. Die Gesamtinvestitionskosten belaufen sich auf insgesamt etwa 226,5 Millionen Euro. Nach Fertigstellung soll das Objekt in die beiden Immobilienfonds „Commerz Real Institutional Smart Living Fund“ und „Commerz Real Smart Living Europe Fund“ eingebracht werden. Für letzteren ist es das erste Investment.
Von den 1.133 Wohneinheiten sind 995 Studierendenapartments, davon 537 als öffentlich geförderter bzw. mietgedeckelter Wohnraum geplant. Weitere 458 Studierenden- und die 138 möblierten Serviced Apartments werden ohne Einschränkung vermietet, das heißt neben Studierenden beispielsweise auch an Lehrkräfte oder Berufspendler. „Mit der Neuentwicklung können wir die Stadt und die Frankfurt School of Finance & Management dabei unterstützen, möglichst viel an bedarfsgerechtem Wohnraum bereitzustellen“, erläutert Johannes Anschott, Mitglied des Vorstands der Commerz Real. Insgesamt gibt es in Frankfurt am Main rund 66.000 Studierende, die zusammen etwa neun Prozent der Stadtbevölkerung ausmachen. Seit 2010 ist deren Zahl stark gestiegen, allein an der Goethe-Universität um mehr als 20 Prozent und an der Frankfurt School of Finance & Management um mehr als 85 Prozent. Gleichzeitig liegt die Leerstandsquote am Frankfurter Wohnungsmarkt unterhalb von 0,5 Prozent.
Zur Wohnanlage in derAdickesallee werden eine Tiefgarage mit 227 Pkw-Stellplätzen und 977 Fahrradstellplätze gehören. Knapp 40 Prozent aller Wohneinheiten werden über einen Balkon verfügen. Alle Mieter sollen darüber hinaus eine große Lobby mit Bar und ein Fitnessstudio nutzen können. Das Grundstück befindet sich direkt neben dem Campus der Frankfurt School.

Zudem sind die Goethe-Universität und die Frankfurt University of Applied Sciences mit dem Fahrrad in fünf Minuten erreichbar. Nach Fertigstellung wird die i Live Group die Vermietung und die Verwaltung übernehmen. Mit dem Unternehmen arbeitet die Commerz Real bereits bei zwei Studierendenwohnanlagen in Darmstadt und Essen zusammen „Wir freuen uns, mit dem größten geplanten Bauvorhaben dieser Art in Deutschland nun ein drittes gemeinsames Projekt mit der Commerz Real anzugehen und unser, für i Live bekanntes, Betreiberkonzept mit einbringen zu können“, so Amos Engelhardt, Geschäftsführender Gesellschafter i Live Group.
Der offene Spezial-AIF (Alternativer Investment Fonds) „Commerz Real Institutional Smart Living Europe Fund“ soll ein diversifiziertes Portfolio aus zehn bis 15 Wohnanlagen in europäischen Universitätsstädten mit einem Gesamtvolumen von etwa 500 Millionen Euro aufbauen. Etwa 250 Millionen Euro sollen dafür bei professionellen und semiprofessionellen Investoren akquiriert werden. Geplant ist eine BVI-Rendite von jährlich 4,5 Prozent. „Steigende Studierendenzahlen, die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes und der Anstieg der Single-Haushalte treiben europaweit die Nachfrage nach geeignetem Wohnraum“, begründet Anschott. Weitere Transaktionen sind für die nächsten Wochen und Monaten bereits geplant.
Beraten wurde die Commerz Real bei der Transaktion in rechtlicher Hinsicht von der Kanzlei Noerr und in technischer von Züblin.

 

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